Set

Am vorletzten Suva Tag entdecken wir mit dem Forest Park noch ein richtiges Juwel dieser Gegend. Ein schmaler Pfad führt über kleine Holztreppen, im Stein gemeisselten Stufen und einfachen Holzbrücken durch eine wahre Oase. Wir fühlen uns wie im Dschungelbuch. Kleine Wasserfälle, ein verspieltes Flussbett, alle erdenklichen Pflanzen und ein erfrischendes nacktes Bad – was will man mehr…?

Aber nun raus aus Suva. Insgesamt haben wir schon 10 Tage im Hafen verbracht… Beqa ist der erste Stop gegen Westen. …. und endlich… die erste Surfsession am Frigates Passage. Kathrin verlässt nach 5 Minuten fluchtartig das Wasser. Die Wellen sind nicht allzu gross, doch hohl, kräftig und schnell… mit einer Lippe die niemand auf den Kopf kriegen mag. Auf unserer Reise mit Bestimmtheit die heftigste Welle die wir gesehen haben. Nic teilt sich das Vergnügen mit nur einem anderen Surfer. Nach drei Wahnsinnsritten, mindestens 10 Rückzieher und ein Haufen verpasster Wellen kommt Nic glücklich aber auch etwas eingeschüchtert aus dem Wasser.

Die Weiterfahrt führt uns über die Robinson Cruiseo Island nach Wuda Point, einer kleinen Marina im Westen nahe Nadi. Bei der Abfahrt sorgen wir für ein wenig Aktion, die Schaltung scheint zu klemmen und der rückwärts Gang ist drin. Wir rammen, zum Glück gedämpft durch das Zodiak (Schlauchboot) einen unserer Nachbaren. Whooo – kein Schaden, doch Captain Harry’s Herz war kurzzeitig in den Hosen.

Nach der Aufregung machen wir uns auf dem Weg nach Malolo Lailai in die Musket Cove – der Treffpunkt der Schönen und Reichen. Wir verbringen einen Cuba Libre Abend mit interessanten Gesprächen am öffentlichen Grillplatz mitten im Rummel. Auf dem Grill – die Spanische Makrele vom Nachmittag.

Surfcheck am Wilks Passage – leider nix. Auf dem Weg zum Schnorcheln die nächste Aufregung – das Beiboot, welches wir hinter uns her schleppen kippt bei einem Manöver und läuft voll, bzw. geht unter. Nachdem die fort treibenden Paddel eingesammelt werden ziehen wir das Boot über das Grossfall an Deck. Alles wieder gut, ab zum Schnorcheln (  ;-) gelle, Lukas, Crusty und Co.)

Tag drauf, zweiter Surf Check. Die Wellen schauen gut aus. Wir ankern am Lineup und stellen gleich fest, dass wir vielleicht ein bisschen zu nahe an den Wellen sind und die Sets uns bedrohlich nahe Rücken. Anker hoch, schei…. der klemmt – am Riff verfangt. Am Horizont deutet sich das nächste Set an und wir werden kurzzeitig ganz schön nervös. Der einzige der cool bleibt – Captain Harry. Die grosse See birgt bei Sturm anscheinend ganz andere Dinger. Das Set bricht zwar nicht bei uns, hebt uns aber so dass der Anker sich wieder löst. Zum ersten Mal verlassen wir das Lineup mit Erleichterung.

Die etwas umständliche Zollbehörde Fijis zwingt uns zu einem kurzen Zwischenstop in Lautoka. Bei Ankunft und Abfahrt in den verschiedenen Regionen muss ein- und ausklariert werden (Papierkrieg). Eine gute Gelegenheit um am grossen Markt Vorräte zu kaufen. Die Vielfalt an Gemüse und Früchten ist gewaltig, zum Teil mit uns noch komplett unbekannten Arten und alles zu einem sehr günstigen Preis.

Ein Regentag verlängert unseren Aufenthalt im Hafen von Lautoka aber dann brechen wir auf in die Yasawas, anscheinend eine der schönsten Gegenden Fijis. Die Inselgruppe befindet sich im Nord-Westen der Hauptinsel. Mit Höchstgeschwindigkeit von knappen 8 Knoten schiessen wir dahin. Die Seekarte des GPS ist in dieser Gegend nicht besonders genau also ist etwas mehr Vorsicht mit den Riffen geboten. Der erste Stopp liegt an einem schönen geschützten Korallenriff. Die Passage um die Ecke ist ein bekannter Spot um Mantas zu sichten. Die Strömung zwischen den Insel bringt ein Haufen Plankton mit sich, wovon sich die Engel der Meere ernähren. Leider sind wir in der falschen Saison hier und kein Manta weit und breit. Es bleiben uns aber die wunderschönen Korallenriffe mit einer Vielfalt an kleinen bunten Fischen.

Die Swellrichtung ändert sich und unser Ankerplatz wird ein wenig rollig. Wir begeben uns in einen nahe liegende Bucht mit einem kleinen Dorf. Im Dorf hilft Harry einer Familie beim richten ihrer Sonnen Kollektoren, die einzige Stromquelle neben dem Stromgenerator des Dorfes. Die Dankbarkeit und Erleichterung ist sehr gross. Wir geniessen einen Tee mit frischen Zitronenblättern und frischem Brot. Zu guter Letzt kriegen wir noch Kava serviert. Mit etwas pelzigen Zungen und leicht benebelt verabschieden wir uns. Zurück am Stand stellen wir fest, dass der Wind wieder gedreht hat und stärker geworden ist. Das Boot ist nun, wie auch die letzte Nacht dem Seegang komplett ausgesetzt. Keiner von uns hat Lust auf noch eine Nacht mit Wache-Schichten und hohem Seegang also verlassen wir noch bei einbrechender Dunkelheit fluchtartig unseren Ankerplatz um zurück am Korallenriff Schutz zu finden. Im letzten Licht wird der Anker gesetzt.

Der restliche Yasawa Ausflug fällt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Regen und noch mehr Regen. Wo es auf zu hellen scheint brechen wir auf Richtung Süden. Die ändernden Windbedingungen lassen uns nicht mehr viele Möglichkeiten. Wir segeln zurück nach Wuda Point. Mit Regen, Sonne, starken Winden und gegen den Seegang schaffen wir es wieder Mal auf den letzten Drücker in den Hafen. Unser bislang längster Segeltag mit um die 50 Meilen. In der anbrechenden Dunkelheit verhaken wir uns noch kurzzeitig in die Taue der angelegten Yachten bevor wir dann einen ruhigen Anlegeplatz finden.

Nun haben wir noch einen gemütlichen Tag in der Marina um alles mögliche für die Weiterreise zu organisieren. Morgen fliegen wir nach Sydney. Captain Harrys Abenteuer gehen natürlich weiter, doch leider ohne uns. Die Reise mit dir, Harry, war in vielen Hinsichten sehr lehrreich und schön. Wir wünschen dir weiterhin viele schöne Entdeckungen und „all the best“ mit dem Motor. Wir hoffen auf einen baldigen gemeinsamen Sundowner in Deutschland. Danke und Set.

English:

Two days before leaving Suva we discover the forest park, a real juwel of the area. A small path takes on wooden stairs, some in stone hammered steps and simple wood bridges along a real oases. Jungle all around us…. we just wait for Balu, Mogli an Shirkan to appear. Small streams tingle their way down the narrow valley through the round rocks and over small waterfalls. All kind of plants surround. We have a splendide naked bath in one of the many basins, formed at the bottom of a water fall… what do you want more?

Let’s get out of Suva now. We spend already 10 days in this harbour. Beqa ist the first destination – direction west…. and finally… we get some surf at frigates passage, in the middle of nowhere. Kathrin escapes the water after 5 minutes. The waves are not to big but hollow, powerfull and fast… with a lip you don’t want to get on the head. The most powerfull wave we encountered so far on our journey. Nic shares the beauty with only one other guy. After three awsome rides, minimum 10 pull back and many lost waves he comes back to the boat, happy and intimidated at the same time.

On the next day we sail pass Robinson Cruiseo Island to Wuda Point, a small marina close Nadi. Leaving Wuda we provide some entertaining in the harbour, our back gear blocks and we ram one of our neighbours, fortunatelly there is a zodiac in between which absorbs the hit. No damage this time but captain Harry’s heard was shortly in his pants. After the excitement we head towards Malolo Lailai Island and the Musket Cove. Meeting place of all pretty and rich people, as it appears to us. We spend another cuba libre night with interesting chats and some nice people. On the barbie – the spanish makrel we caought in the afternoon.

Surfcheck at Wilks passage – crap. On the way to our snorkeling spot the next bummer – the dengi which we drag behind us flipps over on a manouvre, runns full of water and starts sinking. We just get in out in time after collecting the paddles that where floating away.

Following day, secound surf check. The waves look good. We anchor right at the brake and realize very soon we’re to close to the braking waves. Ok – get the anchor back in but… fu… it’s stuck in the coral. At the horizon the next bigger set approaches and we start to be very nervous. We did – captain Harry seems still to be cool. Guess he’s seen bigger crossing the oceans… ;-) Anyhow, the waves brake further inside, the boat gets lifted which sets the anchor free. The first time we leave the lineup with relief.

Fiji customs demand to clear in and out each time you change to another area of the country. This forces us to stop in Lautoka and gives us at the same time the opportunity to visit the market and buy some supplies. The variety on vegetables and fruit is enourmous and we find some kinds we haven’t known yet…. and everything to realy affordable prices.

A rainy day extends our stay in the harbour of lautoka but than we leave for the Yasawas, apparently one of the nicest areas of Fiji. The island group is located northwest of Viti Levu, the mainland. With 8 knots we speed towards our new destination. The gps sea maps of the area are not to precise so we need to put some more precausion on the reefs. Our first stop is a nice liddle bay next to a small coral reef. The passage around the corner is a famous place to spot manta rays. They come to the channel to eat the plankton which is carried true by the current. Unfortunally we’ve picked the wrong season and no manta shows up. Fortunatelly we still have the coral reef with it’s large variety of colorfull small fish.

The swell direction changes and our anchor spots starts to be unconfortable. We move to a close bay with a small village in front. Harry helps to fix some solar pannel problems at a families house. Besides the generator of the community it’s their only electricity source. They’re gratitude for solving the issue is large. We enjoy a Tee with fresh lemon tree leaves and some fresh bred. To round up everything we make Sebu Sebu and have some Kava. With furry tongs and a bit dizzy we leave the scene. Back at the beach we realize the wind direction changed again, wind’s onshore and the seas start to rize again. Nobody likes to have another night like the past one, to shift all night after one hour sleep to watch for the anchor to grab so the boat won’t drift. So we decide short before dusk to leave and look for the place at the little coral reef which seams more protected. We just make it with the last light.

The rest of our Yasawa trip desappears in rain. Rain and more rain. The first time it lights up a bit we take off direction south. The changing wind conditions don’t give us a lot of opportunities so we decide to head back to Vuda point one day earlier than expected. The conditions change all the time from strong wind, high seas and rain, to less wind and sun. Again in the last minute we make it into the marina. With about 50 miles the longest sailng day we had. Last show, we get stuck in the boy ropes for a while before we make it out and get a quite place to sleep.

We have now a relaxed day left to organize all stuff before we leave. Tomorrow we fly to Sydney. Captain Harry continues his journey but without us. The trip with you, Harry, was in many ways insturctional and nice. We wish you a lot of new discoveries and good luck with your engine. Hopefully we’ll have soon another „sundowner“ with you back home. Thanks and set.


3 responses so far, want to say something?

  1. christoph says:

    Captain Nic!!!
    Das boot heisst aber nicht zufällig Black Pearl?

    Greets

    christoph

    p.s.: i hobs da doch g’sogt mit dem gang!

  2. neger says:

    sehr geiles bild vom niculin, kathrin…..das hmm

  3. Dominic says:

    Looks like you guys are still having a great time in amazing places! So stoked reading your blog and super jealous at the same time. Pictures are great of course. Saw Carsten the other day by surprise, said you guys are on your way to meet him. So cool. Looking foreward to checking out the pictures on here. Take care Nomados!

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